Wer im Betrieb Büroarbeit loswerden will, fängt oft beim falschen Ende an: mit einem neuen Programm. Sinnvoller ist es, zuerst den richtigen Ablauf zu finden. Mit vier Fragen kommst du dorthin.
Vier Fragen für die Auswahl
1. Wie oft kommt die Aufgabe vor?
Eine Aufgabe, die täglich anfällt, ist ein besserer Kandidat als eine, die dich einmal im Quartal ärgert. Häufigkeit ist der wichtigste Hebel.
2. Läuft sie immer gleich ab?
Software ist stark bei klaren Regeln. „Wenn das Angebot nach einer Woche unbeantwortet ist, geht eine Erinnerung raus“ lässt sich leicht abbilden. Eine Preisverhandlung am Telefon bleibt besser bei dir.
3. Was kostet ein Fehler?
Tippfehler in Rechnungen, vergessene Rückrufe und liegen gebliebene Angebote kosten mehr als nur Zeit. Wo Fehler teuer sind, zahlt sich eine feste Abfolge doppelt aus.
4. Werden Daten doppelt eingegeben?
Wenn dieselbe Adresse in der Mail, im Angebot, im Kalender und in der Rechnung getippt wird, hast du einen guten Startpunkt gefunden. Daten sollten einmal erfasst und danach weiterverwendet werden.
Typische erste Kandidaten
- Anfragen erfassen: Alle Anfragen laufen an einem Ort zusammen, mit den Angaben, die du fürs Angebot brauchst.
- Angebote nachfassen: Eine automatische Erinnerung geht raus, wenn sich jemand nicht meldet.
- Terminbestätigungen: Kunden bekommen Bestätigung und Erinnerung, ohne dass jemand anrufen muss.
- Rechnung aus dem Auftrag: Die Daten sind schon vorhanden und müssen nur noch geprüft werden.
So rechnest du den Nutzen grob aus
Du brauchst dafür kein Tool, nur eine Woche Aufmerksamkeit:
- Schreib eine Woche lang auf, welche Büroaufgaben wie oft anfallen.
- Schätze pro Aufgabe die Minuten.
- Multipliziere Häufigkeit und Dauer, und zwar auf ein Jahr hochgerechnet.
Das Ergebnis zeigt dir, wie viel Zeit du höchstens sparen kannst. Ein Teil der Arbeit bleibt meist bestehen, etwa das Prüfen und Freigeben. Sortiere die Liste nach Stunden, und du hast deine Reihenfolge.
Erst aufzeichnen, dann umstellen
Bevor irgendetwas gebaut wird, sollte der Ablauf einmal sichtbar sein: Wer macht was, wann, womit? Oft zeigt schon diese Skizze Schritte, die du einfach streichen kannst. Ein schlechter Ablauf wird nicht besser, nur weil er von allein läuft.
Genau damit starten wir auch: Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir deinen Ablauf durch und zeichnen dir eine Skizze deines Ablaufs auf.
